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Das Netzwerktreffen hatte einen doppelten Zweck: Einerseits sollte diskutiert werden, wie sich NGAWiss zum Streik als einem Hauptinstrument der Beschäftigtenpolitik verhält bzw. wie der Weg zur Streikfähigkeit aussehen kann, zum anderen sollte die Vielfalt unserer konkreten Organisations- und Aktionsformen gesichtet und ergänzt werden. Im ersten Bereich herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass Streikfähigkeit ein wichtiges (Zwischen-)Ziel ist und, wie andere Länder zeigen, auch erreicht werden kann; zum Weg, der bei uns noch lang sein zu sein scheint, wurden unterschiedliche Auffassungen geäußert.

Bundesweiter Aktionstag gegen Bildungsausschlüsse

Das Protestbündnis Lernfabriken ... meutern! ruft für morgen, den 13. Juni zum bundesweiten Aktionstag gegen soziale Ausgrenzung im Bildungswesen auf. Im Rahmen unterschiedlicher (Protest)Aktionen werden in mehreren deutschen Städten (u.a. Freiburg, Köln, Frankfurt, Lüneburg, Berlin, Essen) verschiedene Facetten und Mechanismen sozialer Ausgrenzung thematisiert. An den Aktionen beteiligen sich sowohl Studierende und Schüler*innen, als auch studentische Beschäftigte, Lehrer*innen und Angehörige des wissenschaftlichen Mittelbaus.

Diese Solidarisierung ist nicht nur eine Geste, sondern auch eine Notwendigkeit. Der dritte Warnstreik hat wieder einmal gezeigt: Ohne die Arbeit der studentischen Beschäftigten katapultieren sich die Hochschulen ins vordigitale Zeitalter zurück. Geschlossene Bibliotheken, ausfallender IT-Support, stockende Lehre - all das sind schwerwiegende Entbehrungen für ein funktionierendes Wissenschaftssystem.

Wie streikfähig werden?

Bundesweites Vernetzungstreffen
des Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft
(NGAWiss)

1./2. Juni 2018 | Berlin

Freitag, den 1. Juni 2018 im
Aquarium/Südblock
Skalitzer Straße 6
10999 Berlin
Samstag, den 2. Juni 2018 im
ver.di Landesverband Berlin-Brandenburg
Köpenicker Straße 30
10179 Berlin

#academicsunite - Kommt zum vierten bundesweiten Vernetzungstreffen des Netzwerks für gute Arbeit in der Wissenschaft am 1./2. Juni nach Berlin!

Der Koalitionsvertrag, über dessen Annahme die SPD-Mitglieder ab dem 20. Februar zu entscheiden haben, äußert sich – unauffällig und leicht zu übersehen – auch zum Thema Hochschule. Allen Mitgliedern, deren Herz für diesen wachsenden Bereich schlägt, bietet der Abschnitt Anhaltspunkte, Ja oder Nein zu sagen. Unser Eindruck ist: Die SPD-Führung hat hier wie im gesamten Vertrag bescheidene Erfolge erreicht, vage mehr versprochen und keine neue Idee.

Der Druck entweicht nach oben – endlich!

(Die Rede wurde leicht abgeändert am 16.1.2018 auf der Warnstreik-Kundgebung am Bebelplatz gegenüber der HU gehalten)

Es ist in besonderem Maße beeindruckend, wie ihr euch als SHKs mit Entschiedenheit, politischer Klugheit und Mut euer Recht auf Streik nehmt. Dafür gebührt euch neben Respekt und Bewunderung auch ausdrücklich Solidarität.

Das gilt umso mehr angesichts der unverschämten Drohungen einzelner Hochschulen wie der FU Berlin die sich über euer Grundrecht zu streiken, hinwegzusetzen versucht. Solche Drohungen sind nichts Neues. Anlässlich einer Aktion von NGAWiss gegen prekäre Beschäftigung auf der Hochschulrektorenkonferenz im vergangenen November in Potsdam hieß es intern im Kreise der Hochschulrektor*innen (die ZEIT berichtete darüber), unsere Plakate, Slogans und Forderungen seien lächerlich; wer an der Universität keinen ordentlichen Vertrag erhalte, müsse halt gehen. Dass ein Rektor, der bis zu 150’000€ im Jahr verdient, auf solch hohem Ross sitzt, verwundert kaum.